Hier findest du eine Liste aller Neuigkeiten des Reichenbacher FC. Die neusten Artikel befinden sich oben.

Erste kehrt ohne Zählbares heim

  • Drucken

In Zwenkau zeigte der Reichenbacher FC wieder sein Auswärtsgesicht. Nichts wurde es mit einem Zähler. Der gastgebende VfB entschied dieses Duell für sich und schöpft nach seinem zweiten Sieg in Folge (in der 1.Halbserie gewann er nur ein einziges Mal !) wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt.

Mehr noch: Bis auf einen winzigen Zähler hat der Neuling auf den RFC aufgeschlossen. Co-Trainer Carlo Kästner brachte den geballten Frust über das Ergebnis auf den Punkt: „Ich bin maximal enttäuscht. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen, wie wir es uns eigentlich vorgenommen hatten. Die wichtigsten gingen an den VfB, der verdientermaßen als Sieger das Spielfeld verließ. In den ersten 45 Minuten fanden wir überhaupt keinen Zugriff .“ Den i-Punkt eines völlig gebrauchten Tages setzte Schlussmann Bößneck in der 88.Minute. Er wurde des Feldes verwiesen. Nachdem der Referee seinen Luftkampf mit Olbricht als Foul des Zwenkauers ahndete, schubste Reichenbachs Nummer 1 diesen , mit dem Ball in beiden Händen, unsanft zu Boden. Rot war dafür die logische Konsequenz. „Uns hat heute die Aggressivität und die Mentalität gefehlt. Eben jene Tugenden, die sich Zwenkau zu eigen machte.“, kritisierte Kästner zurecht. Vor allem vor der Pause war sein Team überhaupt nicht im Bilde und nie richtig im Geschehen. Allein das Resultat stimmte. Geschuldet war die Nullnummer im ersten Durchgang aber ganz allein der eklatanten Chancenverwertung der Zwenkauer, die allein sechs Riesen verballerte. Olbricht (5.) und Kratz (42.) verfehlten mit Kopfbällen. Einen von Artega (21.) konnte Strobel gerade noch von der Linie klären. Als Schöps in der 23.Minute auf und davon zog und auch Bößneck umkurvte, landete das Streitobjekt nur am Außennetz. Selbiger fackelte dann einmal aus spitzem Winkel nicht lange– rechter Pfosten (34.) und wenig später drosch Olbricht einlaufend eine Flanke freistehend in die Wolken. Chancen auf der Gegenseite blieben Fehlanzeige. Im Mittelfeld hatte der VfB klar das Sagen, der früh störte und damit den Spielaufbau der Reichenbacher keinen Raum ließ. Im Ballbesitz setzte der Gastgeber über seine schnellen Außen den RFC mächtig zu und war in den Kopfballduellen meist präsent. Mit Wiederbeginn gelobte Reichenbach dann endlich Besserung und hätte zu Beginn den bis dato einseitigen Verlauf sogar auf den Kopf stellen können. Strobels Schuss traf nur ein Abwehrbein. Von diesem landete die Kugel vor die Füße von Dressel, der aus sechszehn Meter Maß nahm. Auch er blieb hängen, ehe Gemeinhardt aus der Luft das abgeprallte Leder aus zwölf Metern über das leere Gehäuse setzte – eine Großchance. Es sollte bis zur Nachspielzeit die erste und letzte sein. Zwar stellte der RFC nach dem Wechsel Gleichwertigkeit her, aber ganz vorn agierte er ohne Durchschlagskraft und brachte über beide Außenbahnen zu wenig Gefahr. Den Bällen in die Tiefe bzw. in den Sechszehner fehlte die Genauigkeit. So richtig in Verlegenheit brachte er die Zwenkauer Abwehr eigentlich nie. Die Hausherren zeigten sich auf der anderen Seite zielstrebiger. In der 63.Minute war es dann passiert: Schöps ließ von der Mittellinie über halblinks startend gleich drei RFCer stehen, bis Demmler das Bein rauszog und ihn stoppte. Die Reichenbacher wähnten diese Aktion einen halben Meter vor ihrem Strafraum, der Referee nach Rücksprache mit seinem Assistenten aber auf der Linie. Folglich zeigte er unter den Protesten der Gäste auf den Punkt, von wo Schöps erfolgreich war. Bis zum Ende lief der RFC vergebens an, packte die Brechstange aus, um wenigstens einen Zähler zu retten. In der zweiten Nachspielminute wäre ihm fast wirklich noch das 1:1 geglückt, als Süß nach einem auf den langen Pfosten gezirkelten Freistoss am höchsten stieg, aber der Zwenkauer Schlussmann mit einer tollen Parade die Kugel noch über das Dreiangel lenkte. Den anschließenden Eckball klärten die Gastgeber schnell nach vorn. Kratz schloss eine Überzahlsituation ohne Probleme zum 2:0-Endstand ab. Es war gleichzeitig die letzte Aktion in dieser Partie. Für die Reichenbacher kommt es auf dem Spielplan in der kommenden Woche knüppeldick: Dann gastiert der noch ungeschlagene Spitzenreiter FC Eilenburg am Wasserturm. (OM)

VfB Zwenkau gegen Reichenbacher FC 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Schöps (63./Foulelfmeter), 2:0 Kratz (90.+3); Rote Karte: Bößneck (RFC/ 88.Min.nach einer Tätlichkeit); SR: Jautze (Dresden); Zuschauer: 112

Zwenkau: Oelßner, Ritter, Arteaga (80.Camara), Kratz, F.Knezovic, Jahr, J.Knezovic, Olbricht (90. Schaffranke), Gkouvas, Schöps (73.Gläßer), De Oliveira

RFC: Bößneck – Seidel, Pechtl, Demmler(V), Vogel – Strobel, Particke (76.Süß) , Nötzel (73.Meyer), Petrovics – Gemeinhardt, Schwandner (46. Dressel)